L'Opéra on tour

Das Repertoire des Albums "L'Opéra", welches im September 2017 erschien, bringt Jonas Kaufmann auf eine Deutschland-Tournee mit Auftakt in der Berliner Philharmonie. Das französische Opernrepertoire liegt Jonas sehr am Herzen, denn diese faszinierende Musik spiegelt eine einzigartige Epoche in der europäischen Kultur wider. Begleitet wird er vom PKF - Philharmonia Prag unter der Leitung von Jochen Rieder. Für die Duette stehen ihm in Berlin und Frankfurt die Mezzosopranistin Kate Aldrich sowie in München und Hannover die Mezzosopranistin Anita Rachvelisvhili zur Seite.

Fotos: Marcello Curto

"Kaufmann, der gerne Themenalben veröffentlicht („Puccini“, „Du bist die Welt für mich“), stellt auch bei diesem Ausflug über den Rhein sofort klar, was es ist, das seine Stimme so attraktiv macht: Es ist das gezähmt Heldische, das nicht alles platt walzt, was im Weg steht, sondern das durchzogen ist von feinen Lyrismen, von tenoraler Leichtigkeit – merke: nicht Leichtgewichtigkeit."

Udo Badelt, Tagesspiegel, 08.02.2019

"Kaufmanns sehr dunkel timbriertem Tenor liegen die lyrischen, nachdenklichen Stücke, die in der Höhe Zartheit wünschen und in höchstem Maße bekamen und eher in der Mitte erblühen, was sich in einem geradezu verträumten Auftakt aus Meyerbeers „L’Africaine“, „Pays merveilleux“, zeigte [...]"

Judith v. Sternburg, Frankfurter Rundschau, 12.02.2019

 

Gustav Mahler: Das Lied von der Erde

Am Dienstag, den 08.01.2019 findet in der Philharmonie am Gasteig in München das erste Konzert einer Tour statt, in deren Mittelpunkt "Das Lied von der Erde" steht. Dieses späte Werk Gustav Mahlers wurde ursprünglich für Alt- (/Bariton-) und Tenorstimme geschrieben - Jonas Kaufmann wird sich jedoch der Herausforderung stellen, gleich beide Partien zu übernehmen. Weitere Konzerte führen ihn gemeinsam mit dem Sinfonieorchester Basel unter der Leitung von Jochen Rieder in die Meistersingerhalle Nürnberg, in die Elbphilharmonie Hamburg, nach Luzern, ins Goetheanum Dornach und nach Baden-Baden

© Benno Hunziker

Foto: Benno Hunziker

"Ein Beispiel: Im "Trinklied vom Jammer der Erde" kommt drei Mal der Vers "dunkel ist das Leben, ist der Tod". Das erst Mal gestaltet Kaufmann ihn aus einem großen Weh heraus offen, beim zweiten Mal als vorläufiges Resümee, beim dritten Mal, nach einer Passage voller Hohn, wird der Vers Erkenntnis. Registerwechsel nimmt Kaufmann als Ausdrucksmittel, jedes Wort ist gedacht. Vor allem die Lieder am Rande des Abgrunds geraten ihm wunderschön. Im "Abschied", nach dem langen Orchesterzwischenspiel, kehrt seine Stimme wie aus dem Nichts zurück, ein heiserer Hauch, extrem kontrollierte Zartheit. Ach."

Egbert Tholl, Süddeutsche Zeitung, 09.01.2019

"Am Ende, beim sechsten Lied, kommt der Abschied mit dem mehrfach wiederholten «ewig, ewig …». [...] Hier wirkte Kaufmann ganz entspannt, liess die Stimme frei strömen und fand zu einer seltenen Innigkeit, während gleichzeitig das sich auflichtende Orchester immer transparenter wurde und mit feinsten Details und kostbaren, chinesisch kolorierten Farben aufwartete."

Fritz Schaub, Luzerner Zeitung, 16.01.2019

Meistersingerhalle Nürnberg

Foto: Benno Hunziker


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