Foto: Kevin Rawlings NYC

 

Jonas Kaufmann, Plácido Domingo und Bryn Terfel nach der Live-Übertragung der „Walküre“, 14.5.2011

© Kevin Rawlings NYC

 

Foto: Kevin Rawlings NYC

Jonas Kaufmann stiftet Charity Preis für Campus

Im Dezember vergangenen Jahres hat Jonas Kaufmann in New York den Charity-Preis der Gerda Lissner Foundation erhalten. Der Preis, der einmal jährlich einem renommierten Sänger verliehen wird, ist mit 5.000 Dollar dotiert und soll in voller Höhe einem sozialen oder künstlerischen Projekt zu Gute kommen, das der Preisträger auswählt. Jonas Kaufmann hat besagte Summe

zur Unterstützung von Campus bestimmt. Unter diesem Namen laufen die Kinder- und Jugendprogramme der Bayerischen Staatsoper, für die sich Kaufmann u. a. auch als Botschafter einsetzt. Das Foto zeigt Kaufmann bei der Übergabe des Schecks an Staatsintendant Nikolaus Bachler (links), und Henning Ruhe, den Leiter des Opernstudios und Koordinator der Education Abteilung der Bayerischen Staatsoper, vor der „Don Carlo“-Vorstellung am 29. Januar 2012.

 

 

5.000 Dollar für die Kinder- und Jugendprogramme der Bayerischen Staatsoper:
Nikolaus Bachler, Jonas Kaufmann und Henning Ruhe. © Wilfried Hösl

Liederabende in Wien, Graz, Berlin und Paris

Nach dem „Don Carlos“-Revival in München freue ich mich auf meinen ersten „Faust“ an der Wiener Staatsoper und auf die Liederabende im Februar. Helmut Deutsch und ich werden unser neues Liedprogramm in vier Städten präsentieren, am 13. 2. im Wiener Musikverein, am 15.2. im Stephaniensaal in Graz, am 17.2. in der Berliner Philharmonie und am 20.2. im Theatre des Champs-Elysees in Paris. Ein paar Kostproben von unserem Programm finden Sie in dem Video unter NEWS.    
Jonas Kaufmann

Video Clips "Don Carlo"

Von der „Don Carlo“-Vorstellung, die am 22. Januar im Internet übertragen wurde, hat die Bayerische Staatsoper inzwischen mehrere Clips veröffentlicht, darunter auch die Schlußszene.

„Musiktheater in Vollendung“ – Pressestimmen zu „Don Carlo“ in München

 

Anja Harteros und Jonas Kaufmann in Verdis "Don Carlo" an der Bayerischen Staatsoper München. Foto (C) Wilfried Hösl

 

Jubel, Bravogeschrei und Getrampel vor allem für Kaufmann und die Harteros … Die beiden Sänger haben schon in Lohengrin wunderbar mit einander harmoniert und sie boten auch diesmal Musiktheater in Vollendung.
Georg Freund, Der Neue Merker, 16.1.2012

Er sang die Titelrolle nicht als Tenor in Opernpose, sondern war bemüht, die charakterliche Labilität des Infanten aufzuzeigen, der mal bebend vor Angst zu Ebolis Füßen kauert, mal heldenmutig

aufbegehrt und dabei immer kopflos, ganz aus dem Affekt heraus zu handeln scheint. Gepaart war diese überzeugende Darstellung mit einer Gesangsleistung, die jenseits aller Geschmacksfragen als grandios bezeichnet werden muss.

Alexander Meissner, Klassik.com, 17.1.2012

Mais il faut ajouter que les performances solidairement données par Anja Harteros et Jonas Kaufmann dépassaient les rêves les plus fous de leurs supporters extasiés. Lui, après son épisode wagnérien barytonnant de la saison passée (Siegmund au Met) a retrouvé la position plus favorable de sa voix ; si peu italien qu’il soit de timbre, la cantilène Verdi va idéalement à son jeu expressif et dramatique d’ombres et de lumières, et la messa di voce phénoménale qui trouve dans ces longs sons tenus (rêvés) leur légitimation absolue. L’Infant est montré ici carrément malade, constamment sous la menace d’un raptus peut être bien épileptique, et Kaufmann le joue, l’incarne, le chante avec un mélange de défi extatique et de témérité vulnérable en très beau héros schillérien ténébreux : de la voix il caresse, et cingle.
André Tubeuf, Qobuz, 18.1.2012

Musical America Awards: Jonas Kaufmann als "Sänger des Jahres" ausgezeichnet

New York, 5.12.2011: Bei der jährlichen Preisverleihung des Klassik-Magazins "Musical America" wurde Jonas Kaufmann als "Sänger des Jahres" ausgezeichnet. In seiner Dankesrede betonte Kaufmann seine Freude darüber, in den USA gerade wegen seiner Vielseitigkeit geschätzt und nicht auf ein Fach festgelegt zu werden.

„Faust“ im Kino

Am 10. Dezember 2011 wurde die Neuproduktion von Gounods „Faust“ weltweit in HD-Qualität übertragen. Clicken Sie auf die blau markierte Zeile, um Video Clips von der Generalprobe am 25. November zu sehen.

 

Pressestimmen zum neuen "Faust" an der Met

Jonas Kaufmann enacted the protagonist’s plight sensitively, shading the line with heroic ardour and exquisite finesse, as needed. He sculpted long pianissimo phrases that took our breath away, if not his.
Martin Bernheimer, Financial Times

Mr. Kaufmann, a Met superstar who recently performed a rare song recital on the Met stage, was a handsome, vocally splendid Faust. He sang the pensive and romantic passages with veiled dusky colorings and tender lyricism, and unleashed pent-up power in full-bodied phrases, capped by fearless high notes.
Anthony Tommasini, The New York Times

Jonas Kaufmann's darkly burnished tenor encompassed both the dramatic intensity and exquisite lyricism required of Faust. "Salut! demeure," his apostrophe to Marguerite's house, was a marvel

of sensitivity and dreaminess, and Mr. Nézet-Séguin's floating orchestral accompaniment helped create the illusion of Faust in the thrall of innocence.
Heide Waleson, The Wall Street Journal

As Faust, Jonas Kaufmann showed once again that he can sing just about any tenor part better than just about anyone else in the opera world. He flooded the lyric lines with dark, throbbing tone, surging to a secure high C in his “Salut! Demeure” aria.

James Jorden, New York Post

 

 

Jonas Kaufmann (Faust) und Marina Poplavskaya (Marguerite).

Fotos: © Ken Howard / Metropolitan Opera

 

After Kaufmann’s tender yet potent account of “Salut! demeure chaste et pure” in Act III, my date leaned over and, in a throaty whisper, said, “Whoa—this guy’s got it all.  (…) And when Poplavskaya and Kaufmann get together—watch out! Generally, when operatic lovers spend the better part of an

act dithering about whether to kiss each other, I start to climb out of my skin. But in the extended Act III seduction scene, these two modulate from the modest to the flirty to the reluctant to the anguished to the smoldering with a level of musicianship and emotional intensity that is ravishing.

Adam Green, Vogue

His voice is in glorious form, supple, strong and tinged with baritone-like depths. Paired with Kaufmann’s innate musical intelligence, it gives shape and color to every phrase. His Salut! Demeure chaste et pure was inflected with tender lyricism, culminating in a joyous powerful high C.
Corinna da Fonseca-Wollheim, The Classical Review

His voice is pure gold, and few tenors show as much total emotional control as he does.
Howard Kissel, The Huffington Post

Auszüge auf Video: Das neue Liedprogramm

In der Rubrik "Neues" sehen Sie ganz oben einen Film, der Ausschnitte aus dem aktuellen Liedprogramm enthält, das Helmut Deutsch und ich am 26. Juli im Nationaltheater in München vorstellten: Lieder von Franz Liszt, Gustav Mahler, Henri Duparc und Richard Strauss. Dazwischen gibt es Statements von Helmut und mir. Wir hoffen, dass Ihnen

unser neues Programm gefällt und freuen uns, Sie bei unseren nächsten Recitals begrüßen zu können, sei es im Wiener Musikverein (13. Februar), im Stephaniensaal in Graz (15. Februar), in der Berliner Philharmonie (17. Februar), im Theatre des Champs-Elysees in Paris (20. Februar) oder im Festspielhaus Baden-Baden (23. April).

Jonas Kaufmann

Gramophone Award für das Verismo Album

London, 6. Oktober 2011: Als bestes Recital des Jahres wurde das Verismo Album von Jonas Kaufmann mit einem Gramophone Classical Music Award ausgezeichnet. "The reason people will buy it, is simply this – a great singer-actor at his peak, singing very, very well.", heisst es in der Begründung der Jury der renommierten Plattenzeitschrift "Gramophone".

Jubel für Kaufmanns Siegmund an der Met

New York, 22. April 2011. Jonas Kaufmanns Rollen-Debüt als Siegmund in der Neuproduktion von Wagners “Walküre” an der Metropolitan Opera wurde von Publikum und Presse gleichermaßen bejubelt:

 

„Grandios ist nur die Besetzung - so exemplarisch, dass man sich die meisten Sänger sofort für Wien wünscht. Allen voran Jonas Kaufmann, der erstmals als Siegmund zu hören war. Er singt die Partie fabelhaft, lyrisch, dann wieder hochdramatisch, teilweise sogar mit Italianità, was zur "Walküre" durchaus passt."

» Weiter lesen

 

Foto: © Cory Weaver / Metropolitan Opera

Foto: © Ken Howard / Metropolitan Opera

Opera News Award für Jonas Kaufmann

New York, 17. April 2011: Im Rahmen eines Gala-Dinners in „The Plaza“ wurde Jonas Kaufmann mit dem begehrten „Opera News Award“ ausgezeichnet. Mit diesem Preis würdigt die Redaktion der Zeitschrift „Opera News“ regelmäßig außergewöhnliche künstlerische Leistungen im Bereich der Oper. Senior Editor Louise T. Guinther begründete die Wahl mit den Worten:

„Jonas Kaufmann hat Opernfreunde rund um die Welt geradezu verführt – mit seinem einzigartigen Timbre, mit der interpretatorischen Subtilität eines Liedersängers und mit der Tiefe, Vielfalt und Dramatik seiner Rollenportraits. Seine Intensität und seine Eleganz, die Geschmeidigkeit seiner Stimme und seiner Körpersprache, kombiniert mit seiner Musikalität und seinem strahlenden Aussehen machen ihn zum Inbegriff des Opernstars im 21. Jahrhundert.“

www.operanews.com

 

Die Preisträger der 6. OPERA NEWS Awards: Bryn Terfel, Patricia Racette, Kiri Te Kanawa, Riccardo Muti and Jonas Kaufmann | © Dario Acosta 2011

Die Preisträger der 6. OPERA NEWS Awards: Bryn Terfel, Patricia Racette, Kiri Te Kanawa, Riccardo Muti and Jonas Kaufmann | © Dario Acosta 2011

Classica / Diapason / France Musique: „Künstler des Jahres 2010“

Die Redakteure der französischen Musikzeitschriften „Classica“ und „Diapason“ sowie des Senders „France Musique“ haben Jonas Kaufmann zum „Künstler des Jahres“ gekürt. Außerdem erhielt seine Aufnahme der „Schönen Müllerin“ den „Diapason d’or“ in der Kategorie „Lied“.

Konzertant in Berlin, szenisch in London: „Adriana Lecouvreur“

Mit den beiden Tenor-Soli ist Jonas Kaufmann bereits auf seinem Verismo-Album zu hören, und die komplette “Adriana Lecouvreur” folgt demnächst: zunächst konzertant in der Deutschen Oper Berlin (2. und 5. Oktober, Dirigent: Marco Armiliato), dann in einer Neuinszenierung der Royal Opera Covent Garden in London (18., 22., 25., 27. und 30. November; Dirigent: Marc Elder, Regie: David McVicar). Die Titelpartie singt in beiden Produktionen Angela Gheorghiu, die Rolle der eifersüchtigen Fürstin teilen sich Anna Smirnova (Berlin) und Olga Borodina (London).

© Bettina Stöß/www.moving-moments.de

Bald auch szenisch: Angela Gheorghiu und Jonas Kaufmann in Cileas "Adriana Lecouvreur" (Konzertante Aufführung der Deutschen Oper Berlin, 2.10.2010). © Bettina Stöß/www.moving-moments.de

 

Francesco Cileas „Adriana Lecouvreur“, uraufgeführt 1902 in Mailand, stammt aus der Epoche des Verismo, stellt aber einen Sonderfall dar, zunächst durch die unzeitgemäße Wahl des historischen Sujets, vor allem aber als „überzeugende Synthese von Sprech- und Musiktheater“ (Ulrich Schreiber).

 

Vorlage für Cileas Oper war das Schicksal der Schauspielerin Adrienne Lecouvreur, Star der Comedie Francaise zwischen 1720 und 1730. Sie war erst 37, als sie nach einer Aufführung in den Armen ihres Freundes Voltaire zusammenbrach und starb. Durch die rätselhaften Umstände ihres Todes, wahrscheinlich verursacht durch eine Magen/Darm-Infektion, entstand die Legende, sie sei von ihrer Rivalin, der Herzogin von Bouillon, vergiftet worden. Tatsächlich hatte die Herzogin vor, Adrienne aus dem Weg zu räumen, doch bevor es dazu kam, flog der Plan auf und wurde der Polizei gemeldet. Der Mann, um den es damals ging, war Moritz von Sachsen, ein illegitimer Sohn August des Starken. Moritz (in der Oper Maurizio) war damals der Inbegriff des Kriegs-Helden: vom Volk geliebt, von Soldaten bewundert, von Frauen begehrt. Aus der Liebesgeschichte von Adrienne und Moritz und der Rivalität der Frauen konstruierte Eugène Scribe hundert Jahre später ein Schauspiel für die Comedie Francaise. Deren neuer Star, Rachel, hatte zunächst Bedenken, das Schicksal ihrer legendären Vorgängerin auf der Bühne zu spielen. Doch wurde es die Rolle ihres Lebens. Später war es vor allem die große Sarah Bernhardt, die mit der Geschichte der Lecouvreur ihr Publikum zu Tränen rührte. Wahrscheinlich war es eine Aufführung mit der Bernhardt, die Francesco Cilea dazu animierte, aus dem Schauspiel eine Oper zu machen. Cilea lebte von 1866 bis 1950, war somit ein Zeitgenosse von Richard Strauss. Doch im Gegensatz zu vielen italienischen Komponisten orientierte er sich nicht am deutschen, sondern am französischen Stil: vor allem in den Ensemble-Szenen seiner „Adriana“ ist der Einfluß von Jules Massenet deutlich zu hören.

 

CD-Tipps:

  • Olivero, Corelli, Simionato, Bastianini u. a., Chor und Orchester des Teatro San Carlo di Neapel; Rossi (Live-Aufnahme 1959, diverse Labels)
  • Scotto, Domingo, Obrastzowa, Milnes u. a., Philharmonia Orchestra; Levine (RCA 1977)

Verismo Arias

Welcher Tenor träumt nicht davon, eines Tages die großen „Hits“ aus der Epoche des Verismo zu singen, mitreißende Stücke wie „Ridi Pagliaccio!“ („Lache, Bajazzo!“) oder Turriddus Abschied von der Mutter aus „Cavalleria rusticana“. Ich weiß noch, wie ich als Student dachte: Mann, muss das toll sein, diese Sachen singen zu können! Und so war es auch: Die Aufnahmesitzungen für mein Verismo-Album, die im Mai 2010 in Rom stattfanden, zähle ich zu den schönsten Erlebnissen der vergangenen Saison. Mit Antonio Pappano und dem Orchester der Accademia di Santa Cecilia stand das Projekt unter einem guten Stern: wir empfanden es keinen Moment als „harte Arbeit“, sondern immer als Vergnügen.

Mein persönlicher Favorit auf diesem Album ist ein weithin unbekanntes Stück: die Klage des Romeo über die tote Julia in der Opernversion von Riccardo Zandonai. Überhaupt wollte ich in diesem Album neben beliebten „Schlachtrössern“ wie den Monologen des Andrea Chenier und „Cielo e mar“ aus „La Gioconda“ auch einige Raritäten bieten, darunter Arien aus der „anderen Bohème“ von Ruggero Leoncavallo und aus der völlig vergessenen Oper „I Lituani“ von Amilcare Ponchielli.

„Ombra di nube“ von Licinio Refice ist zwar keine Arie, sondern ein Lied, aber ich fand die Aufnahme der Verismo-Diva Claudia Muzio so bewegend, dass ich das Stück unbedingt aufnehmen wollte. Als „Rausschmeißer“ habe ich mir das berühmte, herrlich mitreißende Schlussduett aus „Andrea Chenier“ gewünscht. Den Part der Maddalena singt meine Kollegin Eva-Maria Westbroek, mit der ich hoffentlich noch öfter das Vergnügen gemeinsamer Auftritte haben werde.

Jonas Kaufmann

„Meinen die wirklich mich?“ – Mein Buch

Sicher viel zu früh, sagte ich, als die erste Anfrage nach einem Buch kam. Aber es sollen ja keine Memoiren sein, versicherte man mir, sondern ein aktuelles Künstler-Portrait in Buch-Form. Schön und gut. Doch wie sollte dieses Portrait aussehen, und wer sollte es gestalten?

Ein Selbstportrait zu verfassen, dafür hatte ich nicht die nötige Zeit. Außerdem wäre diese Form zu einseitig gewesen. Ich brauchte einen kompetenten und vertrauenswürdigen Autor, und nach unserer Zusammenarbeit für den Film „Ein ganz normaler Held“ schien mir Thomas Voigt der richtige Mann zu sein. Beim ersten Konzeptgespräch wurde klar, wie das Ganze aussehen könnte, eben keine klassische Biographie, sondern ein großes, thematisch gegliedertes Interview, dazwischen biographische Abschnitte und Beiträge von Kollegen, Dirigenten, Theatermachern und Journalisten.

Ich hoffe, dass diese „Mischung“ Gefallen findet, und ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich allen danken, die zum Gelingen des Buches beigetragen haben, vor allem meinem Lehrer Michael Rhodes und den „Gast-Autoren“: Angela Gheorghiu, Natalie Dessay, Christa Ludwig, Gabriele Strehle, Antonio Pappano, Franz Welser-Möst, Alexander Pereira, Peter Gelb, Jürgen Kesting - und Plácido Domingo, der das Vorwort verfasste.

Der Titel „Meinen die wirklich mich?“ bezieht sich auf meine Reaktion beim ersten Solo-Vorhang an der Met. Es war einer der unvergesslichen Momente in meinem Leben, und so steht auch das Met-Debüt am Beginn des Buches.

Jonas Kaufmann


Thomas Voigt:

Jonas Kaufmann

„Meinen die wirklich mich?“

Henschel Verlag, Leipzig 2010

176 Seiten mit 51 Abbildungen

€ [D] 19,90 € [A] 20,50

ISBN 978-3-89487-669-2

„Das gescheiteste Opernbuch seit langem“

Das Buch von Jonas Kaufmann und Thomas Voigt findet reißenden Absatz. Nur vierzehn Tage nach dem Erstverkaufstag (14.7.2010) hat der Seemann-Henschel-Verlag die zweite Auflage in Auftrag gegeben. In ihrer Besprechung für die Sonntagszeitung der „Frankfurter Allgemeinen“ (25.7. 2010) bezeichnete Eleonore Büning die (Auto-) Biographie als „das kompakteste, gescheiteste, kritischste Opernsachbuch seit langem.“

ECHO Klassik 2010: „Sänger des Jahres“

Die Deutsche Phono-Akademie, das Kulturinstitut des Bundesverbandes Musikindustrie, hat die Preisträger des diesjährigen ECHO Klassik bekannt gegeben. Für sein CD-Album „Sehnsucht“ wurde Jonas Kaufmann als „Sänger des Jahres“ ausgezeichnet. In den vergangenen Jahre erhielten u. a. folgende Sänger und Sängerinnen die begehrte Trophäe: Cecilia Bartoli, Renée Fleming, Anna Netrebko, Angela Gheorghiu, Rolando Villazón, Christian Gerhaher, Philippe Jaroussky und Simon Keenlyside.

Die ECHO Klassik-Preisträger werden durch eine elfköpfige Jury ermittelt, die sich aus herausragenden Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Medien, der ZDF-Musikredaktion und dem Arbeitskreis Klassik des Bundesverbandes Musikindustrie e. V. zusammensetzt. Die Preisverleihung findet am 17. Oktober 2010 in der Philharmonie Essen statt, das ZDF überträgt die Gala am selben Abend ab 22:00 Uhr unter dem Titel „Echo der Stars“.

„Ein triumphales Bayreuth-Debüt“

lautet das Fazit in der Besprechung des „Münchner Merkur“, „eine Sternstunde, wie sie die Annalen des Bayreuther Festspielhauses wohl seit Jahrzehnten nicht mehr verzeichnen konnten“, stand in der „Berliner Zeitung“ zu lesen - Jonas Kaufmanns erster Auftritt am Grünen Hügel, als Titelfigur in der „Ratten“-Inszenierung von Hans Neuenfels, wurde von Publikum und Presse gleichermaßen bejubelt. Der „derzeit führende Lohengrin weltweit“ habe in der der Gralserzählung „ein Meisterwerk der Sangeskunst“ geboten („Rheinische Post“), mit „sensationellem Piano und Pianissimo“ („Hamburger Abendblatt“).

Mit freundlicher Genehmigung der Bayreuther Festspiele / Fotos: Jörg Schulze, Enrico Nawrath

„Vom Häuslebauer zum Rattenfänger“: Nach der Münchner „Wüstenrot-Inszenierung“ im vergangenen Jahr ist Jonas Kaufmann jetzt Protagonist im Tierversuchslabor von Hans Neuenfels, wobei vom Ratten-Outfit im Finale des zweites Aktes nurmehr die Pfoten übrig geblieben sind. Kaufmanns Partnerin als Elsa ist Annette Dasch.

Mit freundlicher Genehmigung der Bayreuther Festspiele / Fotos: Jörg Schulze, Enrico Nawrath

Der Münchner „Lohengrin“ auf DVD

Im Vorfeld von Kaufmanns Bayreuth-Debüt hat Decca die umstrittene „Wüstenrot“-Inszenierung von Richard Jones auf DVD veröffentlicht, die letztes Jahr bei den Münchner Opernfestspielen herauskam. So sehr die Konstruktion des Eigenheims polarisierte, so einig war man sich bei den Bauherren: Jonas Kaufmann und Anja Harteros wurden von Presse und Publikum gefeiert und von den Autoren der „Opernwelt“ zu den „Sängern des Jahres“ gekürt.
„Mein lieber Schwan“. Texte zu Lohengrin von Thomas Voigt