Sängerolymp
So stand ich siebzehn Jahre nach dem Beginn meines Gesangsstudiums neben Angela Gheorghiu auf der Bühne der New Yorker Oper vor beinahe 4000 Zuschauern. Als das Premierenpublikum für mich applaudierend aufstand, rutschte mir das Herz in die Hose und die Knie wurden weich – so weich, dass ich mich kniend wiederfand und mir selbst befehlen musste aufzustehen. Es klingt kitschig, hat sich aber genau so angefühlt. Das war der wohl bewegendste und gewichtigste Applaus in meinem bisherigen Künstlerleben. Nach dem Abebben hat es gedauert, bis mir klar zu werden begann, was der Erfolg wirklich bedeutet und dann kam mir Frank Sinatra in den Sinn: „Wer’s in New York schafft, der schafft’s überall“.
