Leistungskurs Musik

Daß ich mich zwei Jahre lang im Rahmen des Leistungskurses so intensiv mit Musik beschäftigt habe, ist einer Verkettung von Zufällen zu verdanken. Es handelte sich um den ersten Musik-Leistungskurs in der Geschichte meiner Schule, der nur deswegen zustande kam, weil man mich zum Mitmachen überredete. Ich hatte eigentlich etwas ganz Anderes, nämlich Mathematik und Physik wählen wollen, aber für die geforderte Mindestzahl der Kursteilnehmer fehlte den Musikern noch eine Person. So geriet ich ins Visier und da ich die Mindestanforderungen für die Zulassung mit meinen Klavierkenntnissen nicht erfüllte, keine Lust hatte, täglich stundenlang Klavier zu üben, suchte man nach einem Ausweg. Ich wurde an die Musikhochschule zum Vorsingen zu einem Professor geschickt. Dort bestätigte man mir die ordentliche Beherrschung meiner Stimmbänder und befürwortete dann die Ausnahmegenehmigung: ergo durfte ich Singen im Abiturfach Musik. Zur Bedingung wurde gemacht, dass ich regelmäßig professionellen Gesangsunterricht nahm und so ging ich meist zweimal wöchentlich zu einem Gesangspädagogen, der an der Hochschule unterrichtete.